Zur fachlichen Vorbereitung der Wärmeplanung für die Stadt Bremen hatte die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft im Mai 2023 ein Fachgutachten in Auftrag gegeben. Auftragnehmerin war die Qoncept Energy GmbH, Kassel. Der Abschlussbericht (pdf, 16.5 MB) wurde im September 2024 vorgelegt und der Öffentlichkeit vorgestellt.
Im Mittelpunkt des Fachgutachtens stand die Frage, welche Teile des Stadtgebiets aus wirtschaftlicher Sicht für eine Fern- oder Nahwärmeversorgung geeignet sind. In einem weiteren Teil des Gutachtens waren Potenziale von erneuerbaren Energien und unvermeidbarer Abwärme für die Versorgung von neuen Wärmenetzgebieten zu ermitteln. Außerdem sollte das gesamte Stadtgebiet unter dem Gesichtspunkt untersucht werden, inwieweit eine dezentrale Wärmeversorgung mit elektrischen Wärmepumpen aus technischer Sicht möglich wäre.
Ein wesentliches Ergebnis des Fachgutachtens war, dass in der Stadt Bremen erhebliche wirtschaftlich erschließbare Potenziale für einen Ausbau von Fern- und Nahwärmenetzen bestehen. Die Gutachter kamen zu dem Ergebnis, dass rund 34 Prozent des Wärmebedarfs der Stadt Bremen (ohne Stahlwerk) durch Fern- oder Nahwärme gedeckt werden könnten. Um diesen Anteil zu erreichen, müssten zusätzliche Wärmeleitungen mit einer Gesamtlänge von rund 300 Trassenkilometern verlegt werden. Ohne Ausbau könnten nur 13 Prozent des Wärmebedarfs durch Fern- oder Nahwärme gedeckt werden.
Nähere Angaben zur methodischen Vorgehensweise sowie zu den Ergebnissen der einzelnen Untersuchungskomplexe enthält der Abschlussbericht.
Der Wärmeplan ist auch im KlimaBauZentrum ausgelegt.