Das Zielszenario fasst die Ergebnisse der Wärmeplanung für das gesamte beplante Gebiet zusammen und zeigt insbesondere, wie sich der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen der Wärmeversorgung in der Stadt Bremen entwickeln. Ausführliche Darstellungen und Erläuterungen zum Zielszenario enthält Kapitel 7 des Berichts zum Entwurf des Wärmeplans. Der Bericht ist auf der rechten Seite zum Download zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse für das gesamte beplante Gebiet werden in den Abschnitten 7.4 bis 7.6 zusammengefasst.
Im Rahmen des Zielszenarios werden zwei Varianten unterschieden, die als Umsetzungsszenario 1 und Umsetzungsszenario 2 bezeichnet werden. Die beiden Varianten unterscheiden sich durch die Geschwindigkeit, mit der die Transformationsprozesse im Bereich der Wärmeversorgung ablaufen. Die wichtigsten Einflussgrößen sind hierbei das Tempo des Wärmenetzausbaus und die Geschwindigkeit, mit der Öl- und Gasheizungen durch dezentrale elektrische Wärmepumpen ersetzt werden. Eine ausführliche Darstellung der Annahmen der beiden Umsetzungsszenarien enthält Abschnitt 7.4 des Berichts zum Entwurf des Wärmeplans.
Die nachstehende Abbildung zeigt, wie sich der Wärmebedarf und die Energieträgerstruktur der Wärmeversorgung im Umsetzungsszenario 1 entwickeln. Die Darstellung bezieht sich auf den Sektor "Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und öffentliche Gebäude", wobei im Gewerbe nur Verbraucher mit einem jährlichen Wärmebedarf von bis zu fünf Millionen Kilowattstunden berücksichtigt sind.
Aus der Abbildung wird deutlich, dass der Anteil der fossilen Energieträger Heizöl und Erdgas im Zeitraum bis 2038 erheblich zurückgeht. Dieser Rückgang wird dadurch ausgeglichen, dass Wärmenetze und dezentrale elektrische Wärmepumpen zunehmend größere Anteile der Wärmeversorgung übernehmen. Im Zieljahr 2038 decken Wärmenetze und dezentrale elektrische Wärmepumpen bereits zwei Drittel des Wärmebedarfs, während der Anteil fossiler Brennstoffe auf weniger als ein Viertel zurückgegangen ist.
In der folgenden Abbildung werden die entsprechenden Ergebnisse für das Umsetzungsszenario 2 dargestellt.
Im Ergebnis wird deutlich, dass der Anteil der fossilen Energieträger Heizöl und Erdgas im Umsetzungsszenario 2 erheblich schneller zurückgeht. Diese Entwicklung wird durch einen beschleunigten Wärmenetzausbau und insbesondere einen schnelleren Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch dezentrale elektrische Wärmepumpen ermöglicht. Im Zieljahr 2038 wird der Wärmebedarf der Stadt Bremen zu mehr als 85 Prozent durch Wärmenetze und dezentrale elektrische Wärmepumpen gedeckt, während der Anteil der fossilen Brennstoffe auf Null gesunken ist.
Die Geschwindigkeit, mit der sich die Energieträgerstruktur der Wärmeversorgung verändert, hat erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Treibhausgasemissionen. Im Umsetzungsszenario 1 sinken die Treibhausgasemissionen der Wärmeversorgung bis zum Zieljahr 2038 um 65 Prozent gegenüber dem Ausgangszustand. Im Umsetzungsszenario 2 wird demgegenüber eine Minderungsrate von 95 Prozent erreicht. Diese Angaben beziehen sich jeweils auf die Treibhausgasemissionen, die durch die Wärmeversorgung der Stadt Bremen verursacht werden (einschließlich Industrie und Überseehafengebiet). Detaillierte Angaben zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in den beiden Umsetzungsszenarien enthält Abschnitt 7.4 des Berichts zum Entwurf des Wärmeplans.
Der Wärmeplan ist auch im KlimaBauZentrum ausgelegt.