Die Einteilung des beplanten Gebiets in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete nach § 18 des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) ist ein wesentliches Ergebnis der Wärmeplanung. Aus den entsprechenden kartografischen Darstellungen lässt sich insbesondere entnehmen, welche Teile des Stadtgebiets voraussichtlich für Wärmenetze geeignet sind und in welchen Zeiträumen in diesen Teilgebieten Wärmenetze entstehen könnten.
Im Rahmen der Wärmeplanung für die Stadt Bremen sind umfangreiche Untersuchungen durchgeführt worden, um die einzelnen Teile des Stadtgebiets im Hinblick auf ihre Eignung für unterschiedliche Arten der Wärmeversorgung zu prüfen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind in den Abschnitten 7.1 und 7.2 des Berichts über die Erstellung des Wärmeplanentwurfs zusammengefasst. Der Bericht steht Ihnen auf der rechten Seite zum Download zur Verfügung. Nähere Angaben zur methodischen Vorgehensweise und zu den Ergebnissen dieser Untersuchungen enthalten die Kapitel 5 und 6 des Berichts.
Die Karte zur Einteilung des Gebiets der Stadt Bremen in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete ist als interaktive Karte im Geoportal zur Verfügung gestellt. In der Karte werden drei Arten von Wärmeversorgungsgebieten unterschieden:
Wärmenetzgebiete sind Gebiete, die mit hoher oder sehr hoher Wahrscheinlichkeit für die Versorgung über ein Fern- oder Nahwärmenetz geeignet sind. Dazu gehören sowohl Gebiete, in denen bereits ein Wärmenetz vorhanden ist, als auch Gebiete, in denen in den kommenden Jahren ein Wärmenetz entstehen könnte. Aus der Karte ist auch ersichtlich, in welchem Zeitraum ein solches Wärmenetz voraussichtlich realisiert werden könnte.
Bei der Interpretation dieser Darstellungen sollte grundsätzlich beachtet werden, dass die kommunale Wärmeplanung eine strategische Fachplanung ist, die keine Rechte und Pflichten begründet. Sie verpflichtet weder die Betreiber von Wärmenetzen, in einem bestimmten Gebiet ein Wärmenetz zu errichten, noch verpflichtet sie die Wärmeverbraucher, sich an ein bestehendes oder geplantes Wärmenetz anzuschließen.
Diejenigen Teile des Stadtgebiets, die als Gebiete für die dezentrale Wärmeversorgung ausgewiesen werden, sind nach heutigem Kenntnisstand nicht für Wärmenetze geeignet. In diesen Gebieten werden voraussichtlich dezentrale Lösungen gefunden werden müssen, um die künftige Wärmeversorgung klimaverträglich zu gestalten.
Als Prüfgebiete werden diejenigen Teile des Stadtgebiets ausgewiesen, denen nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen noch keine Wärmeversorgungsart zugeordnet werden kann. In diesen Fällen sind weitere Untersuchungen erforderlich, um zu entscheiden, ob die künftige Wärmeversorgung auf Basis von Wärmenetzen, dezentralen Lösungen oder anderen Versorgungskonzepten erfolgen sollte.
Der Wärmeplan ist auch im KlimaBauZentrum ausgelegt.